Bessere Wohnqualität durch kontrollierte Wohnungslüftung
„Gesunde Raumluft, hoher Raumkomfort und niedrige Heizkosten“ – dieses Motto der kontrollierten Wohnungslüftung zeigt deutlich, was durch den Einsatz moderner Lüftungssysteme im Wohnhausbereich erreicht wird: Das Schaffen eines behaglichen und unter hygienischen Gesichtspunkten gesunden Raumklimas. Gleichzeitig wird die eingesetzte Heizenergie optimal genutzt – automatisch und mit hohem Bedienkomfort.
In der Rechtsprechung hat sich weitgehend die Sichtweise durchgesetzt, dass eine ausreichende Lüftung zur Vermeidung von Bauschäden ohne aktiven Nutzereinfluss (manuelles Öffnen der Fenster) sichergestellt sein muss. Mit dem Nachweis eines Lüftungskonzeptes nach DIN 1946–6 können die beteiligten Planer und Handwerker schnell einen rechtssicheren Nachweis führen.
Wir wünschen Ihnen gutes Gelingen für Ihr Bauvorhaben und viel Wohnkomfort bei geringem Energiebedarf.

Dena Analyse zur Wohnungslüftung mit Wärmerückgewinnung

Wer ein Wohnungslüftungssystem mit Wärmerückgewinnung einsetzt, kann viel Energie sparen und damit die Heizkosten senken. Laut der dena-Analyse „Wohnungslüftungssysteme mit Wärmerückgewinnung“ lässt sich damit der Endenergiebedarf eines Wohngebäudes – im Vergleich zur ausschließlichen Fensterlüftung – um 19 bis 27 Prozent reduzieren.
Gleichzeitig leisten die Systeme einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. Je nach Szenario können sie laut der Studie die CO2-Emissionen um bis zu 2,3 Millionen Tonnen im Jahr 2045 verringern, das entspricht rund zwei Prozent der gesamten Treibhausgasemissionen des Gebäudesektors.
Auch wirtschaftlich ergeben sich Vorteile: Die Studie weist auf sinkende Betriebskosten und eine höhere Energieeffizienz hin. Darüber hinaus unterstützen Lüftungssysteme mit Wärmerückgewinnung den effizienten Betrieb von Wärmepumpen, indem sie die Heizlast von Gebäuden reduzieren.
Zudem hebt die Analyse die Bedeutung der Wohnungslüftung für Gesundheit und Lebensqualität hervor. Weil hierzulande die meisten Menschen rund 90 Prozent ihrer Zeit in Innenräumen verbringen, ist eine gute Raumklimaqualität wichtig. Sie unterstützt einerseits die Leistungsfähigkeit und schützt andererseits die Bausubstanz vor Feuchteschäden – und damit wiederum die Gesundheit der Menschen.
Die dena-Analyse zeigt: Wohnungslüftung mit Wärmerückgewinnung verbindet Energieeffizienz, Klimaschutz und gesundes Wohnen. Politische Handlungsempfehlungen zur dena-Studie stehen hier zum Download.
Gesunde Raumluft – Niedrige Heizkosten

Der sparsame Umgang mit Energie ist aufgrund gestiegener Energiekosten und der Erderwärmung überaus wichtig. Dennoch wird auch in gut gedämmten Gebäuden das Einsparpotenzial oft nicht genutzt: Wertvolle Heizenergie geht beim unkontrollierten Lüften durch offene Fenster verloren. Selbstverständlich muss ausreichend gelüftet werden, um Schadstoffe und Kohlendioxid abzuführen, und damit Feuchtigkeit, die beispielsweise beim Kochen oder Duschen in die Raumluft gelangt, nicht zu Schäden oder gar Schimmel führt.
Insbesondere wenn in älteren Gebäuden die Fenster getauscht werden und das Sicherstellen des notwendigen Luftaustauschs versäumt wird, droht schlechte Luftqualität in den Räumen durch Feuchte, Radon, organische Substanzen, Formaldehyd und andere Ausdünstungen aus Baumaterialien oder Einrichtungsgegenständen. Dies bedeutet einerseits eine Einschränkung des Wohlbefindens der Bewohner, andererseits die Gefahr von Schäden am Bau, verursacht in erster Linie durch Schimmelpilzbildung. Da die Fensterlüftung für ein gut gedämmtes Gebäude die Bemühungen zur Energieeinsparung zunichtemachen kann, sollten Sie sich über die Vorteile eines ventilatorgestützten Lüftungssystems informieren.
Lesen Sie dazu auch das gemeinsame Positionspapier „Mindestanforderungen an eine moderne Lüftungstechnik im Wohnhausbereich“ des BDH (Bundesverband der deutschen Heizungsindustrie) und des FGK (Fachverband Gebäude-Klima e. V.).
Lüftungssysteme für den Wohngebäude
Für die mechanische Wohnungslüftung werden dezentrale und zentrale Lüftungssysteme angeboten. Besonders vorteilhaft sind sie mit Bedarfsregelung und Wärmerückgewinnung.
Bei der zentralen Lösung fördert ein Lüftungsgerät, das zum Beispiel im Dachgeschoss installiert ist, den gesamten Luftvolumenstrom für die zu belüftenden Räume. Auf diese Weise entfällt die mögliche Geräuschquelle in den Wohnräumen, was einen wesentlichen Vorteil dieser Ausführung darstellt.
Der geringste Installationsaufwand entsteht für die dezentrale Lüftung mit Abluftsystemen in Küche, Bad, WC und evtl. Hobbyräumen. Dadurch lässt sich diese Variante auch in Sanierungsobjekten einfach umsetzen.
Eine weitere Möglichkeit besteht darin, in jedem Raum ein dezentrales Lüftungsgerät zu installieren. Auch diese Systeme lassen sich leicht nachrüsten.
Für all diese Varianten gilt, dass sie äußerst wartungsarm sind. Die Pflege beschränkt sich auf den regelmäßigen Filterwechsel bzw. die Filterreinigung. Besonders interessant ist die kontrollierte Wohnungslüftung mit Bedarfsregelung und Wärmerückgewinnung. Eine solche Anlage sorgt nicht nur für den notwendigen Luftaustausch, sie überträgt auch Wärme der Abluft auf die Zuluft, sodass diese bereits erwärmt ist, wenn sie in den Raum strömt. Dadurch ist sie besonders komfortabel, gleichzeitig spart sie Heizenergie.
Mehr Informationen zu den Lösungssystemen finden Sie hier.

Eine gesundheitsfördernde und umweltgerechte Alternative

Systeme für die kontrollierte Wohnungslüftung bieten eine Möglichkeit, den Wohnkomfort zu steigern und die Bausubstanz zu schützen. Darüber hinaus tragen sie dazu bei, die Gesundheit zu erhalten. Durch das Filtern der Außenluft können Schmutz, Staub und Pollen ferngehalten werden. Liegt das Gebäude in der Nähe von Lärmquellen, wird die Belästigung durch diese Geräusche sehr viel geringer, wenn die Fenster geschlossen bleiben können. Besonders für Allergiker und Bewohner von Ballungsgebieten wird damit eine wesentliche Erleichterung geschaffen. Die Kombination einer bedarfsgeregelten Wohnungslüftung mit der Wärmerückgewinnung ermöglicht in gut gedämmten Gebäuden eine Heizenergieeinsparung von bis zu 50 %.