FAQ

Hier find­en Sie eine Auswahl häu­fig gestell­ter Fra­gen rund um das The­ma „Woh­nungslüf­tung“

  • Wann ist ein Lüftungskonzept zu erstellen?

    Für neu zu errich­t­ende oder zu mod­ernisierende Gebäude mit lüf­tung­stech­nisch rel­e­van­ten Änderun­gen ist ein Lüf­tungskonzept zu erstellen. Das Lüf­tungskonzept umfasst die Fest­stel­lung der Notwendigkeit von lüf­tung­stech­nis­chen Maß­nah­men und die Auswahl des Lüf­tungssys­tems. Dabei sind bau­physikalis­che, lüf­tungs- und gebäude­tech­nis­che sowie auch hygien­is­che Gesicht­punk­te zu berück­sichti­gen.

    Das Lüf­tungskonzept sollte unter Beach­tung der lüf­tung­stech­nis­chen Sit­u­a­tion der gesamten Nutzung­sein­heit erstellt wer­den, weil jede lüf­tung­stech­nis­che Maß­nahme in ein­er Nutzung­sein­heit immer auch Auswirkun­gen auf alle anderen Räume der Nutzung­sein­heit hat.

    Das gilt auch, wenn nur einzelne, z. B. fen­ster­lose Räume, mit einem ven­ti­la­torgestützten Lüf­tungssys­tem gelüftet wer­den sollen. Die Luft­dichtheit bzw. Luft­durch­läs­sigkeit der Hül­lkon­struk­tion der gesamten Nutzung­sein­heit ist zu beacht­en. Das Lüf­tungskonzept kann von jedem Fach­mann erstellt wer­den, der in der Pla­nung, der Aus­führung oder der Instand­hal­tung von lüf­tung­stech­nis­chen Maß­nah­men oder in der Pla­nung und Mod­ernisierung von Gebäu­den tätig ist. Eine Instandsetzung/Modernisierung eines beste­hen­den Gebäudes ist dann lüf­tung­stech­nisch rel­e­vant, wenn aus­ge­hend von einem für den Gebäudebe­stand anzuset­zen­den n50-Wert von 4,5 h-1

    • im MFH mehr als 1/3 der vorhan­de­nen Fen­ster aus­ge­tauscht wer­den und

    • im EFH mehr als 1/3 der vorhan­de­nen Fen­ster aus­ge­tauscht bzw. mehr als 1/3 der Dachfläche abgedichtet wer­den.

    Wenn aus anderen Grün­den ein ven­ti­la­torgestütztes Lüf­tungssys­tem bere­its einge­plant oder einge­baut ist, dann ist bei Ausle­gung nach DIN 1946–6 die Anforderung an die Erstel­lung eines Lüf­tungskonzepts bere­its mit der Ausle­gung erfüllt.